„Betrachte nur die Dinge von einer anderen Seite, als du sie bisher ansahst. Denn das heißt: Ein neues Leben zu beginnen.“ Marc Aurel

Mediatorin Claudia Esser

Claudia Esser
  • Wirtschaftsmediatorin (IHK)
  • Mitglied im Bundesverband MEDIATION e.V.
  • Dipl.-Ing. Konstruktiver Ingenieurbau
  • Zertifizierter EOL-Trainer
  • Vorsitzende des Pfarreirates einer fusionierten Pfarrei
  • Verheiratet und Mutter zweier Kinder

Meine Mediations­kompetenzen

  • Innerbetriebliche Mediation
  • Konflikte im Bauwesen
  • Mediation im kirchlichen Kontext
  • Mediation in Ehe und Familie
  • Unterstützung bei Trennung und Scheidung
  • Nachbarschaftsangelegenheiten
  • Mieter-Vermieter-Auseinandersetzungen
  • Erbschaftsangelegenheiten

Die Lösung von Konflikten liegt mir am Herzen. Als verheiratete Mutter zweier Kinder und jahrelanger Tätigkeit als gelernte Bauingenieurin in verschiedenen Unternehmensbereichen einschließlich Unternehmensleitung und -gründung habe ich einen großen Einblick in Bezug auf Konflikte verschiedenster Art erhalten. Zusätzlich leite ich ehrenamtlich den Pfarreirat einer fusionierten, katholischen Pfarrei, in dessen Rahmen verschiedene Traditionen, Interessen und Möglichkeiten auf einen Nenner gebracht werden müssen.

Im Zuge der familiären, beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeiten habe ich festgestellt, dass es mir sehr gut gelingt, Menschen an einen Tisch zu bringen, die aufgrund von schwelenden Unstimmigkeiten und Konflikten gar keinen Kontakt mehr miteinander pflegen wollen. Aus diesem Grunde habe ich meine Fähigkeit der Konfliktlösung professionalisiert und wurde bei der IHK Köln nach den Standards des Bundesverband MEDIATION e.V. (BM) – in dem ich zudem Mitglied bin – ausgebildet.

Ich unterstütze Menschen in verschiedenen Lebensbereichen, Lösungen für ihre Konflikte zu finden.

Was istMediation?

Mediation ist ein sehr erfolgreiches Verfahren zum langfristigen Lösen von Konflikten. Der Grundgedanke der Mediation ist, dass die am Konflikt Beteiligten selbst am besten wissen, welche Lösungen für Ihren Konflikt geeignet sind. Der Mediator ist lediglich ein Begleiter, der die Parteien auf dem Weg der Lösungsfindung unterstützt.

Gerichtliche Auseinandersetzungen von Konflikten enden meist mit einer vom Richter vorgegebenen Lösung, die auf beiden Seiten keine Gewinner hinterlässt. Die Erfahrung zeigt, dass eine Mediation Lösungen ermöglicht, die durch eine gerichtliche Entscheidung nicht erreicht werden können, auch nicht durch einen Vergleich. Geeignet für eine Mediation sind nahezu alle Streitfälle, in denen die Beteiligten erkannt haben, dass eine gemeinsame Gestaltung eines Lösungsansatzes sinnvoller ist als die gerichtliche Entscheidung eines Dritten.

Ziel der Mediation ist es, dass die Konfliktparteien wieder das gemeinsame Gespräch finden und so eine einvernehmliche Vereinbarung zur Lösung des Konfliktes treffen können, die die Interessen, Wünsche und Anliegen aller Konfliktparteien beachtet. Die Parteien sind nach Abschluss des Mediationsverfahrens in der Lage, im Gespräch zu bleiben. Sie können auftretende Unstimmigkeiten häufig auch in Zukunft gemeinsam lösen. Dadurch wird eine nachhaltige Beziehung auf Augenhöhe erzeugt, die nach einem Gerichtsverfahren meistens nicht möglich ist.

Die Konfliktparteien erfahren während einer Mediation keine Belehrung, Wertung oder Kritik. Persönliche Gefühle werden nicht in Frage gestellt. Der Mediator agiert nur als Vermittler, der die Parteien dahin führt, den Konflikt aus anderen Perspektiven zu betrachten. Er sorgt für den Aufbau von Vertrauen, achtet auf faire Kommunikation und stärkt den Wunsch der Parteien nach einer außergerichtlichen Lösung. Er ist allzeit allparteilich und achtet darauf, dass keine der Parteien benachteiligt wird.

Innerhalb der Mediation entwickeln die Parteien selbst Lösungen für ihren Konflikt. Es werden keine Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg gefällt. Eine Lösung des Konfliktes ist erst dann erfolgt, wenn alle beteiligten Parteien dem Ergebnis zustimmen. Der Mehrwert der Mediation liegt in der durch die Beteiligten eigenverantwortlich und zügig geschaffenen Übereinkunft, die alle gewinnen und keinen verlieren lässt!

Ablauf einer Mediation

Mediation ist ein strukturiertes Verfahren, das in folgende 5 Phasen unterteilt ist:

Phase 1
Einleitung

Es erfolgt zuerst eine Kontaktaufnahme und ein erstes persönliches Kennenlernen mit dem Mediator. Der Mediator sorgt dabei für eine angenehme und vertrauensfördernde Atmosphäre. Die am Konflikt beteiligten Parteien legen mit wenigen Worten ihre Situation und Motivation dar. Der Mediator stellt den Ablauf und die Prinzipien des Verfahrens vor. Zudem werden die Rahmenbedingungen der Mediation geklärt und ein Mediationsvertrag geschlossen. Die Klärung eines konkreten Mediationsauftrages ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Mediation. Ausschlaggebend für ein Gelingen der Mediation ist eine freiwillige Teilnahme der Konfliktparteien sowie eine Bereitschaft, sich auf die Regeln und den Ablauf des Verfahrens einzulassen.

Phase 2
Konfliktdarstellung

Jede Konfliktpartei stellt den Konflikt aus ihrer Sicht dar. Die Kommunikation der Parteien erfolgt dabei nicht untereinander, sondern mit dem Mediator. Jede andere konfliktbeteiligte Partei hört sich nur die Schilderungen der jeweils anderen an. Der Mediator sammelt so alle Informationen, die für den Konflikt von Bedeutung sind.

Phase 3
Konflikterhellung

Der Konflikt wird aus unterschiedlichen Perspektiven durchdrungen, um die Beweggründe und Ziele der Konfliktparteien offenzulegen. Die Parteien sind dabei in der Lage, den Konflikt aus verschiedenen Richtungen zu betrachten. Ziel ist es, unter den Konfliktparteien ein gegenseitiges Verständnis zu wecken. So wird die Kommunikation unter den Parteien zunehmend wieder hergestellt.
Die am Konflikt Beteiligten kommen immer weiter in ein gemeinsames Gespräch, das das Finden von Lösungen erst möglich macht.

Phase 4
Konfliktlösung

Die Konfliktparteien suchen gemeinsam nach Lösungen zur Beilegung des Konfliktes. Der Mediator unterbreitet dabei keine Lösungsmöglichkeiten, sondern sammelt die Vorschläge und unterstützt die Konfliktparteien bei der Bewertung der Lösungsoptionen. Ziel ist es, Lösungen zu erarbeiten, die alle Konfliktparteien als Gewinn betrachten.

Phase 5
Einigung und Prozessabschluss

Mit Unterstützung des Mediators einigen sich die Parteien auf einvernehmliche Lösungen. Es wird geprüft, ob sich die herausgearbeiteten Interessen der Beteiligten und die Lösungsoptionen in Einklang bringen lassen und wie realistisch ihre Umsetzung ist. Die gemeinsamen Lösungen werden in einem abschließenden Mediationsvertrag fixiert. Dieser Vertrag wird von allen Konfliktparteien sowie vom Mediator unterzeichnet und es wird besprochen, wie die Vereinbarungen umgesetzt werden können. Die geleistete Konfliktbewältigungsarbeit wird abschließend wertgeschätzt und es wird ein Termin für ein letztes Gespräch vereinbart. In diesem Abschlussgespräch wird dann die Umsetzung des Mediationsvertrages reflektiert und eventuell unstimmige Vereinbarungselemente modifiziert.

Dauer undKosten

Ein maximal einstündiges Erstgespräch ist zunächst kostenfrei. Es dient der Information und Klärung, in welcher Form die Mediation im Einzelfall stattfinden kann. Nach meiner Erfahrung besteht eine Mediation aus durchschnittlich 5 bis 8 Sitzungen, wobei eine Sitzung ca. 2 bis 3 Stunden dauert. Art und Umfang der Mediation ist allerdings vom vorliegenden Konflikt geprägt. Die Kosten für die Mediation werden im Erstgespräch auf Grundlage des vorliegenden Einzelfalles festgelegt.

Sofern alle beteiligten Parteien sich freiwillig zu einem Mediationsverfahren entscheiden ist die Wahrscheinlichkeit, den Konflikt durch Mediation im Interesse aller Beteiligten nachhaltig zu lösen, sehr hoch.